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unglückliche Wechselspiele schaden Barneveld

Simon Whitlock profitierte von Van Barnevelds Wechselspielchen (Bild: www.pdc.tv)

Simon Whitlock profitierte von Van Barnevelds Wechselspielchen (Bild: www.pdc.tv)

Vor seinem Spiel gegen Simon Whitlock stieg Raymond van Barneveld auf ein neues Set Darts um. Nach seinem gelungenen Auftritt in der ersten Runde stieß das auf großes Unverständnis. Auch Barneveld selbst wirkte verunsichert. Am Ende hatte er drei unterschiedliche Sets getestet.

In der ersten Runde hatte der fünffache Weltmeister seinen Landsmann Vincent van der Voort überzeugend und souverän geschlagen. Nach einem solchen Auftritt sein Material zu wechseln und somit die erspielte Sicherheit abzugeben stellte sich als Fehler heraus.

Barneveld ist bekannt dafür, an seinem Material zu experimentieren. Die World Darts Championship 2007 gewann er mit Darts, die er kurz zuvor in einem Shop gekauft hatte. Sein Spiel mit dem Material war teilweise also durchaus erfolgreich.

van Barneveld mit van Gerwen nach ihrem World Cup of Darts Sieg (Bild: www.pdc.tv)

van Barneveld mit van Gerwen nach ihrem World Cup of Darts Sieg (Bild: www.pdc.tv)

Doch Barney schien mit seinem Set das richtige Setup gefunden zu haben und in guter Form zu sein. Schließlich gewann er damit die Premier League und gemeinsam mit Michael van Gerwen den World Cup of Darts. Der Wechsel der Darts innerhalb des Turniers nach einem guten Auftakt kam daher sehr überraschend.

Zunächst schien alles gut zu gehen, van Barneveld ging schnell mit 4-0 in Führung. Doch Simon Whitlock wurde stärker und entschied die zweite Session für sich, plötzlich stand es 5-5.

Schon nach dieser zweiten Unterbrechung versuchte Barneveld beim Einwerfen kurz seine alten Darts. Er hatte sie auf dem Tisch liegen und man merkte ihm seine Unsicherheit an, ob er nicht doch lieber mit ihnen weiter spielen sollte.

Auch in der dritten Session kam Barney nicht wieder ins Spiel, während Whitlock immer stärker wurde. So ging es mit 9-6 für Whitlock in die nächste Pause.

Das war van Barneveld offenbar genug, er begann die nächste Session mit seinem alten Set Darts. So richtig helfen konnte aber auch das nicht.

Für eine weitere große Überraschung sorgte der Niederländer, als er nach einem 132er Finish zum 8-11 plötzlich ein drittes Set auspackte. Doch auch das konnte ihm keine nötige Sicherheit geben. Barney holte kein Leg mehr und unterlag mit 8-13 gegen den Australier.

Man merkte van Barneveld über das ganze Spiel die Verunsicherung an. Die Frage, ob er mit den richtigen Darts spielt beschäftigte ihn und hielt ihn davon ab das auf die Bühne zu bringen, was er zu leisten im Stande ist.

Neben Whitlock konnte auch James Wade (13-2 gegen Richie Burnett) , Michael van Gerwen (13-4 gegen Ian White) und Dave Chisnall (13-10 gegen Andy Hamilton) in das Viertelfinale einziehen. Alles in allem war es kein Abend, an dem das Publikum mit dem Dartspiel verwöhnt wurde. Das Niveau war nicht sehr hoch und durch einseitige Partien konnte teils keine Spannung aufkommen.

Alle Paarungen gibt es auf www.pdc.tv.

 

 

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