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Dartitis – wie bekomme ich es in den Griff?

litt unter Dartitis: Eric Bristow (Bild: www.pdc.tv)

litt unter Dartitis: Eric Bristow (Bild: www.pdc.tv)

Eric Bristow war der beste Spieler der Welt. Er war auch derjenige, der Dartitis bekannt machte. Dabei geht es um das Phänomen, dass Dartspieler den Darts beim Wurf nicht mehr richtig loslassen können. Aber wie bekommt man dieses Problem wieder in den Griff?

Benutzt wurde der Begriff zum ersten mal von Tony Wood, Redaktionsleiter des Darts World Magazine, im Jahr 1981. Richtig bekannt wurde das Phänomen dann durch Dartslegende Eric Bristow, der bei der Swedish Open 1987 seinen Dart nicht mehr loslassen konnte. Bristow wurde zwar 1990 noch einmal die Nummer 1 der Welt, konnte aber nie wieder zu seiner Topform zurück finden.

Auch Mervyn King und Richie Burnett litten unter Dartitis, kamen nach der Bewältigung allerdings stärker zurück. Unter Golfern, bei denen das Problem ebenfalls existiert, wird es “yips” genannt.

Wie werde ich es los?

Es gibt die Möglichkeit, Dartitis in den Griff zu bekommen, auch wenn man es vielleicht nie ganz los wird. Oft verspannt sich die Muskulatur besonders dann wieder, wenn es nicht so  läuft, wie man will.

Einer unserer Autoren hatte das Problem ebenfalls und spielt nun wieder ohne Probleme Darts. Er beschreibt, wie es ihm gelungen ist.

Ratschläge eines Leidenden

Bei mir ist Dartitis aufgetreten, in einer Phase, in der ich sehr häufig gespielt habe. Es ist mir nicht mehr gelungen, den Dart loszulassen und ich bin beim Wurfversuch nach vorne gekippt. Es war zum verzweifeln, ich habe Darts aufgegeben und monatelang nicht mehr gespielt.

Irgendwann wollte ich jedoch wieder spielen und habe angefangen, es erneut zu versuchen. Umso länger ich gespielt habe, umso schwieriger ist es mir gefallen, den Dart loszulassen. Vor allem wenn es nicht lief, wie ich wollte und ich mir selbst einen besonders großen Druck gemacht habe, war es schlimmsten.

Schließlich habe ich mich vor die Scheibe gestellt und habe geworfen, ohne zu zielen. Den Dart habe ich wie einen Speer über meine Schulter auf die Scheibe geworfen. Ich bin ganz locker gestanden und mein einziges Ziel war, die Scheibe zu treffen, um die Felder habe ich mir keine Gedanken gemacht.

Es ging mir erstmal darum, den Pfeil wieder loslassen zu können. Nachdem ich stundenlang so vor dem Board stand, fiel es mir irgendwann sehr leicht und ich bin einen Schritt weiter gegangen.

Ich habe begonnen meinen normalen Stand einzunehmen und den Pfeil auf gewohnte Weise zu werfen. Der Fokus lag weiterhin nur darauf, die Scheibe zu treffen, die Felder waren mir weiterhin egal. So gelang es mir nach einiger Zeit auch, in gewohnter Position den Pfeil loszulassen.

Danach konnte ich es wieder wagen, zu zielen und es ist mir gelungen zu werfen, wie zuvor. Es macht mir abundzu immer noch Probleme, aber dann nehme ich mir ein paar Minuten, um ohne ein Ziel zu werfen, dann bekomme ich es wieder in den Griff.

Tipps:

  • stell dich locker hin
  • ziele nur auf die Scheibe, vergiss die Felder
  • wirf den Pfeil wie einen Speer über die Schulter
  • nähere dich deiner gewohnten Wurfposition

 

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